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Teilnahme der LIGA - Fachberatungsstelle am Forum Schuldnerberatung – Fachliche und sozialpolitische Entwicklungen in der Schuldnerberatung vom 24. bis 25.11.2016 in Berlin

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. führte die Fachveranstaltung gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) durch.

Der Fokus lag dieses Jahr auf dem Thema „Krankheit und Schulden“ und nahm Bezug auf das Motto der im Juni 2016 stattgefundenen Aktionswoche Schuldnerberatung: „Schulden machen krank – Krankheit macht Schulden“.

Die mehr als 80 Teilnehmenden konnten ihre Erfahrungen und Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Überschuldung vertiefen und Schlussfolgerungen für die methodische und konzeptionelle Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Arbeitsfelder ziehen.

 

Folgende Themen wurden als Hauptvorträge am ersten Veranstaltungstag angeboten:

  • „Sozialmedizinische Befunde zu Gesundheit und Überschuldung (Prof. Dr. Eva Münster)
  • Chancen und Grenzen der Verzahnung berufl., sozialer und gesundheitsbezogener Leistungen durch kommunale Eingliederungshilfe (Dr. Jonathan Fahlbusch und Ruth Keller)
  • Hilfen für HIV-infizierte und aidskranke Menschen in finanziellen und sozialen Notlagen (Silke Eggers)

Tag zwei des Forums gestaltete sich durch vier parallel laufende Workshops, die Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten mit Akteuren der Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention aufzeigen konnten.

Fachtag „Die digitale Verführung von Kindern und Jugendlichen“ vom 09.11.2016

Die LIGA Fachberatungsstelle veranstaltete in Kooperation mit der LAG Kinder- und Jugendschutz Thür. e.V., LAG Schuldnerberatung Thür. e.V. und der Verbraucherzentrale Thüringen einen Fachtag zum Thema „Kommerzielle Strategien im Internet und ihre Folgen“ und konnte den rund 80 Teilnehmenden ein umfangreiches Informationsspektrum bieten. Am Vormittag in Form von Impulsvorträgen durch Herrn Prof. Dr. Sven Jöckel, (Universität Erfurt, Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien) und Herrn Niels Brüggen (Medienpädagoge vom Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis). Sie gingen dabei auf moderne Medienaneignung von jungen Menschen ein und welche Strategien onlinebasierte, personalisierte Werbung für diese Zielgruppe derzeit kritisch zu beobachten sind. Anschließend wurden die Teilnehmenden in vier Fachforen durch die verschiedenen Kooperationspartner zu Handlungsstrategien bezüglich Schuldenprävention, Medienpädagogik, Jugend- und Verbraucherschutz geschult. Auf Grund der positiven Resonanz und Zusammenarbeit, aber auch der sich ständig aktualisierenden, digitalen Medienwelt strebt die LIGA Fachberatungsstelle gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern eine weiterführende Bearbeitung dieses Themas an.

 

Fachtag „Die Digitale Verführung von Kindern und Jugendlichen – kommerzielle Strategien im Internet und ihre Folgen“

Datum 09.11.16

Ort

Kulturforum Haus Dacheröden

Anger 37

99084 Erfurt

Das Konsumverhalten wird heute mehr denn je von digitalen Kaufanreizen bestimmt. Die Werbewirtschaft   nutzt   die   Kaufkraft   von Kindern   und   Jugendlichen   und   vermittelt Konsum   als   Erlebnis,   das   von   den   Eltern bequem   auf   Raten   finanziert   werden   kann. Die   dabei   entstehende   Illusion   ist   ebenso trügerisch wie perfekt - sie lautet: Ich kann mir vieles leisten, auch ohne Geld.

Hierzu wird am 09.11.16 der Fachtag „Die Digitale Verführung von Kindern und Jugendlichen – kommerzielle Strategien im Internet und ihre Folgen“ in Erfurt im Haus Dacheröden für Interessierte angeboten. Anmeldungen können ab sofort über die LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen vorgenommen werden. Alle weiteren Informationen sowie die Anmeldeformalitäten können Sie dem beiliegenden Flyer entnehmen.

 

Seminar: Beschränkt geschäftsfähig und trotzdem schon pleite?

Fakten und Methoden zur überschuldungspräventiven Arbeit mit Schülerinnen und Schülern

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben kein geregeltes oder lediglich ein Niedrigeinkommen. Dennoch besitzen sie frühzeitig die Kaufkraft, sei es durch Geldgeschenke, Taschengeld, Nebenjobs oder Ausbildungsvergütung. Zunehmender Medienkonsum vervielfacht den Werbeeinfluss und die damit geweckten Bedürfnisse an bestimmten Konsumgütern.

 

Verschiedene Faktoren wie bestimmte Persönlichkeitsstrukturen, demonstrativer und kompensatorischer Konsum, elterliche Vorbilder und niedrige Bildungsqualifikationen können Einfluss auf das Risiko einer frühzeitigen Ver- und Überschuldung haben und das Leben der jungen Menschen dauerhaft negativ prägen. Dem kann nur mit einer gezielten Präventionsarbeit entgegengewirkt werden.

 

Hiermit laden wir Sie ein, am 27.10.2016 in den Räumen der LIGA der freien Wohlfahrtspflege e.V. – Geschäftsstelle Erfurt an dem Seminar „Beschränkt geschäftsfähig und trotzdem schon pleite? – Fakten und Methoden zur überschuldungspräventiven Arbeit mit Schülerinnen und Schülern“ teilzunehmen. Bitte beachten Sie den TeilnehmerInnenbeitrag von: 4,50 EUR

 

Sie erhalten einen Überblick über schuldenspezifische Zahlen und Fakten im Jugendalter. Es wird die praktische Präventionsarbeit erläutert und mit didaktisch-methodischen Hinweisen unterlegt. Eine zügig einsetzbare Projekte- und Materialübersicht erlaubt es, gezielt mit Gruppen arbeiten zu können. Anschließend lernen Sie die Arbeitsweise der Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen kennen und bekommen Tipps für eine erfolgreiche Krisenintervention bei Verschuldungssituationen Jugendlicher.

 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung (Formular siehe Anlage) und auf ein produktives gemeinsames Seminar.

 

PM: Aktionswoche Schuldnerberatung 2016: Krankheit führt oft in die Überschuldung

Krankheit führt oft in die Überschuldung. Gesundheitliche Probleme wie Krankheit, Sucht oder Unfallfolgen sind für jeden siebten Klienten (13,5 Prozent) einer Schuldnerberatungsstelle der hauptsächliche Auslöser für die finanziellen Probleme.  Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor, an der auch die Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen teilgenommen haben. Noch höher liegt der Anteil der Betroffenen unter den arbeitslosen Menschen. Bei 16,6 Prozent der Arbeitslosen sind gesundheitliche Probleme der Auslöser für Überschuldung, so Anja Draber von der LIGA Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention in Thüringen.

 

Auf die weitreichenden Folgen von Überschuldung macht auch die Aktionswoche Schuldnerberatung aufmerksam, die noch bis zum 10. Juni läuft. Sie steht unter dem Motto „Schulden machen krank – Krankheit macht Schulden.“

 

Überschuldete Personen haben gegenüber nicht Überschuldeten ein zwei- bis dreifach höheres Risiko krank zu werden. Als Reaktion auf die finanzielle Krise kommt es zu psychischen, physischen und psychosomatischen Leiden. Die finanzielle Notlage beeinflusst auch das individuelle Gesundheitshalten negativ, beispielsweise wenn es um gesunde Ernährung oder ausreichende Bewegung geht. Und: Überschuldete haben geringere Chancen, sich mit angemessenen Gesundheitsleistungen versorgen zu können. Die Beratungsstellen berichten immer wieder von Fällen, bei denen überschuldete Menschen ihre ärztlichen Rezepte nicht einlösen, weil sie die Zuzahlungen für Medikamente nicht aufbringen können. Außerdem sind sie oft nur schlecht über kostenlose Gesundheitsleistungen und Vorsorgeuntersuchungen informiert und nehmen diese nur selten in Anspruch.

 

Rückfragen an:

 

Anja Draber

Familienorientierte Überschuldungsprävention der LIGA Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung und Schuldenprävention.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

0361 744 38 120

Bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung 2016

Die diesjährige Aktionswoche Schuldnerberatung findet vom 06.06. – 10.06.2016 deutschlandweit statt und steht unter dem Thema

 

SCHULDEN MACHENKRANKheit macht Schulden.

 

Krankheit ist häufig Auslöser von Überschuldungssituationen und entsteht als Folge auch aus den extrem belastendenden Situationen, in denen sich Betroffene befinden. „Krankheit wirkt hinsichtlich Überschuldung also sowohl problemauslösend als auch problemstabilisieren und im schlechtesten Fall problemverstärkend.“ wie es Matthias Bruckdorfer, Sprecher der AG SBV konstatiert.

 

Die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren ist ein Ziel, das die AG SBV mit ihrem diesjährigen Aufruf zur Aktionswoche Schuldnerberatung verfolgt.

 

Näherer Informationen unter:

http://www.aktionswoche-schuldnerberatung.de

 

Praxistage 2016

Ort:

Erfurt (LIGA-Geschäftsstelle)
Arnstädter Straße 50 (Eingang Humboldstraße)
99096 Erfurt
Datum: 13. April, 28. September 2016

Die Praxistage richten sich an die Thüringer Schuldner- und VerbraucherinsolvenzberaterInnen.

Kontakt

LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.
 
Fachberatungsstelle
Arnstädter Straße 28
99096 Erfurt
Thüringen
 
Tel:       (0361) 74438-120 bis 122
Fax:      (0361) 74438-123
 
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